{"id":95,"date":"2015-08-03T11:07:55","date_gmt":"2015-08-03T11:07:55","guid":{"rendered":"http:\/\/stubbings.at\/?page_id=95"},"modified":"2021-02-08T16:35:01","modified_gmt":"2021-02-08T16:35:01","slug":"wissen-mehr","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/stubbings.at\/?page_id=95","title":{"rendered":"Wissenschaftliche Erkenntnisse"},"content":{"rendered":"<h1>ZU PSYCHOSOMATIK UND SPIRITUALIT\u00c4T<\/h1>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u201eHerz-Kreislauf-Erkrankungen\u201c<\/h3>\n<p>Ein Wissenschafterteam hat herausgefunden,dass das Ungl\u00fcck eines<br \/>\nPatienten zu lindern dessen Lebenszeit verl\u00e4ngert.<\/p>\n<p>Neuesten Erkenntnissen und Studien nach wird belegt, dass regelm\u00e4ssiges gezieltes Kraft und Ausdauertraining chronische Krankheitsverl\u00e4ufe direkt beeinflussen kann. So wirkt Ausdauertraining gegen viele Erkrankungen ebenso gut wie die mittlere Dosis eines Medikamentes. Das gilt f\u00fcr Bluthochdruck ebenso wie gegen erh\u00f6hte Cholesterin und Triglyzeridwerte und Depressionen.Auch der Zusammenhang zwischen negativen psychosozialen Einfl\u00fcssen und einer Herzsch\u00e4digung ist inzwischen nachgewiesen.<\/p>\n<p>So weiss man heute, das auf Dauer vor allem die Gef\u00fchle Feindseligkeit, Depressivit\u00e4t, \u00dcberlastung, Angst und \u00c4rger eine Herzsch\u00e4digung zur Folge haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Menschen die eine \u201eunterdr\u00fcckte Bew\u00e4ltigung\u201c infolge einer als unfair empfundenen Behandlung haben, Konflikten eher ausweichen oder nichts sagten, ein doppelt so hohes Herzinfarktrisiko hatten als diejenigen die sich der unangenehmen Situation stellten und nach einer L\u00f6sung suchten. So k\u00f6nnten selbst manifeste Erkrankungen r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden!<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u201eSpiritualit\u00e4t\u201c<\/h3>\n<p>Seelsorge und Spiritualit\u00e4t bei Krankheit und Pflege.<\/p>\n<p>Nachgewiesenerma\u00dfen sehen sich spirituell\/religi\u00f6s eingestellte Menschen weniger als Opfer ihrer Umst\u00e4nde, sondern versuchen den Dingen positives abzugewinnen.<\/p>\n<p>Der Wunsch der Patienten in Krankenh\u00e4usern nach spiritueller Begleitung ist durch zahlreiche Studien belegt. Deswegen fordern die Mitglieder der k\u00fcrzlich ins Leben gerufenen Interreligi\u00f6sen \u00c4rzteplattform eine verst\u00e4rkte Integration von Seelsorge und Spiritualit\u00e4t in Krankenh\u00e4usern und Pflegeeinrichtungen.<\/p>\n<p>In einer Studie in einem New Yorker Hospiz wurden 160 krebskranke Patienten, die nur noch drei Monate zu leben hatten, auf den Zusammenhang zwischen Glauben und ihrer seelischen Verfassung untersucht. Demnach war bei gl\u00e4ubigen Patienten der Wunsch nach einem schnellen Tod, die Hoffnungslosigkeit und der Gedanken an einen Selbstmord geringer. Somit scheinen Menschen, die sich in einem gr\u00f6\u00dferen Sinn-Zusammenhang eingebunden f\u00fchlen, ein st\u00e4rkeres Selbstwertgef\u00fchl zu haben und k\u00f6nnen eine Krankheit im Gesamtkontext ihres Lebens sinnvoll sehen und sie deshalb auch besser bew\u00e4ltigen (\u201ecoping\u201c). Zahlreiche andere Untersuchungen legen \u00e4hnliche Schlussfolgerungen nahe.<\/p>\n<p>Die Interreligi\u00f6se \u00c4rzteplattform ist der \u00dcberzeugung, dass Fragen der Religion und Spiritualit\u00e4t bei der Behandlung und Betreuung von Menschen mit schweren Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen und dementsprechend durch die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen in Krankenh\u00e4usern, Pflege- und anderen Betreuungseinrichtungen ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen. \u00c4rztliches Handeln auf Basis der wissenschaftlichen Medizin darf mit seelsorgerischer Betreuung jedoch nicht vermengt werden. Nur dadurch gelingt es, dass kranke Menschen selbst entscheiden, ob und welche seelsorgerische und spirituelle Begleitung und Unterst\u00fctzung in Anspruch genommen wird.<\/p>\n<p>Zahlreiche Studien belegen den Wunsch von Patienten in Krankenh\u00e4usern nach spiritueller Begleitung, die eine wirksame Hilfe bei der Krankheitsbew\u00e4ltigung (coping) darstellt. Dies k\u00f6nnte auch erkl\u00e4ren, warum Glaube und Spiritualit\u00e4t bei verschiedenen meist malignen Erkrankungen mit einem g\u00fcnstigeren Verlauf assoziiert sind.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u201eWeisheit und Gesundheit\u201c<\/h3>\n<p>Psychologen sind dem Ph\u00e4nomen der Weisheit nachgegangen und haben vier Hauptmerkmale ihrer Probanden in Bezug auf Weisheit (und meiner Meinung nach eines langen, gl\u00fccklichen und gesunden Lebens) herausgefunden:<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Offenheit<\/strong><br \/>\ndem Leben, Situationen und Menschen gegen\u00fcber<\/li>\n<li><strong>Gef\u00fchle<\/strong><br \/>\nsteuern k\u00f6nnen, Die eigenen und die Anderer<\/li>\n<li><strong>Reflektion<\/strong><br \/>\nder eigenen Person und Lebensinhalten<\/li>\n<li>\u201e<strong>Mastery<\/strong>\u201c<br \/>\nAnzuerkennen und darauf zu vertrauen, dass wir vieles aber nicht alles beeinflussen k\u00f6nnen<\/li>\n<\/ol>\n<h3><\/h3>\n<h3><\/h3>\n<h3>\u201eTrauma und Resilienz\u201c<\/h3>\n<p>Menschen die nach einem Trauma nicht aufgeben, sondern die F\u00e4higkeit entwickeln \u201eweiterzumachen\u201c werden als resilient bezeichnet. Resilienz ist f\u00f6rderbar. Diese Menschen haben einen gr\u00f6sseren Ressourcenpool von Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeiten, bitten eher um Hilfe und glauben viel mehr daran, dass es M\u00f6glichkeiten gibt mit Lebensproblemen umzugehen.<br \/>\nHumor ist z.B ein wichtiger Resilienzfaktor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>&#8222;Krank ohne medizinische Ursache&#8220;<\/h3>\n<p><em>Psychogene St\u00f6rungen haben objektiv messbare neurophysiologische Korrelate &#8211; Durchbruch beim Verst\u00e4ndnis funktioneller Erkrankungen<\/em><\/p>\n<p>Funktionelle Erkrankungen sind Erkrankungen mit k\u00f6rperlichen Symptomen, f\u00fcr die sich keine hinreichende medizinische Ursache findet. In unserer Gesellschaft sind diese r\u00e4tselhaften Krankheitsbilder weit verbreitet. Dennoch sind sie wissenschaftlich ungen\u00fcgend verstanden und diagnostisch schwer greifbar &#8211; sie werden daher h\u00e4ufig nicht erkannt. \u00c4rzten der Kliniken Schmieder ist gemeinsam mit Wissenschaftern der Universit\u00e4ten Magdeburg und Konstanz ein wichtiger Durchbruch beim Verst\u00e4ndnis funktioneller Erkrankungen gelungen. Erstmalig konnten neurale Funktionsmechanismen nachgewiesen werden, die einer typischen pseudoneurologischen St\u00f6rung zugrunde liegen, hei\u00dft es in einer Aussendung.<\/p>\n<p><em>Psychische Komponente von Symptomen<\/em><\/p>\n<p>K\u00f6rperliche Erkrankungen haben zus\u00e4tzlich zu der organischen in aller Regel auch eine psychische Komponente, die einen erheblichen Anteil der subjektiven Beschwerden ausmachen kann. Die psychische Komponente kann manchmal \u00fcberwiegen und k\u00f6rperliche Beschwerden und Beeintr\u00e4chtigungen k\u00f6nnen sogar ohne hinreichende organische Ursache auftreten &#8211; selbst klinisch sehr schwere. Im Bereich der Neurologie handelt es sich dann um sehr dramatisch imponierende Symptome oder Ausf\u00e4lle, die unter anderem willk\u00fcrliche motorische oder sensorische Funktionen betreffen (z.B. L\u00e4hmung der Beine, Blindheit oder Krampfanf\u00e4lle).<\/p>\n<p>Die Symptome legen zun\u00e4chst eine neurologische Erkrankung (z.B. einen Schlaganfall oder eine Epilepsie) nahe, k\u00f6nnen aber durch eine solche nicht ausreichend erkl\u00e4rt werden. Oftmals gehen diesen scheinbar neurologischen Symptomen oder Ausf\u00e4llen psychische Konflikte oder andere psychosoziale Belastungsfaktoren voraus. Aber bei auch psychisch nicht erkennbar beeintr\u00e4chtigten Menschen k\u00f6nnen pseudoneurologische, funktionelle St\u00f6rungen auftreten. Nach Sch\u00e4tzungen geht man geht davon aus, dass funktionelle Symptome bei bis zu einem Drittel aller station\u00e4ren neurologischen Patienten eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Verst\u00e4ndnis mit Hilfe kernspintomographischer Verfahren<\/p>\n<p>Ein Forschungsteam um Ariel Schoenfeld vom Universit\u00e4tsklinikum Magdeburg und Roger Schmidt von den Kliniken Schmieder Konstanz untersuchte mittels modernster elektrophysiologischer und kernspintomographischer Verfahren eine Patientin, die seit Jahren unter ihrer Blindheit litt, ohne dass umfassende neurologische, internistische, augen\u00e4rztliche oder radiologische Untersuchungen eine organische Ursache finden konnten. Dem Team aus \u00c4rzten und Wissenschaftlern gelang es, objektive Hinweise f\u00fcr eine gest\u00f6rte Informationsverarbeitung im visuellen System zu finden.<\/p>\n<p>Erstmalig konnten somit neurale Korrelate einer pseudoneurologischen St\u00f6rung nachgewiesen werden. Nach erfolgreicher Therapie \u00fcber 18 Monate konnte die Patientin wieder sehen &#8211; und die Informationsverarbeitung im visuellen System war wieder normal. Aus dem elektrophysiologischen Muster der Ver\u00e4nderungen konnten die Wissenschaftler wichtige R\u00fcckschl\u00fcsse auf die neuralen Funktionsmechanismen ziehen, die der scheinbar k\u00f6rperlichen, prim\u00e4r jedoch funktionellen St\u00f6rung zugrunde liegen. Hierbei scheint die visuelle Aufmerksamkeit eine \u00fcbergeordnete Rolle zu spielen. Dieser Mechanismus ist normalerweise daf\u00fcr verantwortlich, wichtige Informationen aus der F\u00fclle von unwichtigen Informationen, die das visuelle System st\u00e4ndig \u00fcberfluten, herauszufiltern. Bei der untersuchten Patientin f\u00fchrte er jedoch dazu, dass auch wichtige visuelle Information als unwichtig klassifiziert und deren Wahrnehmung unterdr\u00fcckt wurde.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse, die nun im renommierten internationalen Fachjournal Cerebral Cortex ver\u00f6ffentlicht wurden, zeigen, dass Funktionsver\u00e4nderungen mit modernen Messverfahren auch bei pseudoneurologischen St\u00f6rungen diagnostiziert werden k\u00f6nnen. Die Kenntnis der zu Grunde liegenden neuralen Mechanismen er\u00f6ffnet neue Perspektiven f\u00fcr die Diagnostik und Therapie dieser noch r\u00e4tselhaften und deshalb oft ungen\u00fcgend behandelten Erkrankungen.<\/p>\n<p>Link<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/cercor.oxfordjournals.org\/content\/early\/2011\/03\/02\/cercor.bhr026.abstract\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Online-Fachver\u00f6ffentlichung<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ZU PSYCHOSOMATIK UND SPIRITUALIT\u00c4T \u201eHerz-Kreislauf-Erkrankungen\u201c Ein Wissenschafterteam hat herausgefunden,dass das Ungl\u00fcck eines Patienten zu lindern dessen Lebenszeit verl\u00e4ngert. Neuesten Erkenntnissen und Studien nach wird belegt, dass regelm\u00e4ssiges gezieltes Kraft und Ausdauertraining chronische Krankheitsverl\u00e4ufe direkt beeinflussen kann. So wirkt Ausdauertraining gegen viele Erkrankungen ebenso gut wie die mittlere Dosis eines Medikamentes. 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